Monat: September 2016

Abenteuer Weltraum – Besuch des Planetariums Insulaner in Berlin

Letz­te Woche sind wir gemein­sam ins Welt­all geflo­gen: Unse­re Mäd­chen star­te­ten zusam­men mit den bei­den Welt­raum­kin­dern Luna und Felix zur Pla­ne­ten­tour. Treff­punkt war der Welt­raum­bahn­hof. Der Raum­kreu­zer war pünkt­lich und die jah­re­lan­ge dau­ern­de Rei­se konn­te begin­nen. So kamen wir an allen Son­nen­sys­te­men vor­bei. Als Ers­tes besuch­ten wir die son­nen­na­hen und hei­ßen Pla­ne­ten Mer­kur und Venus. Beson­ders beein­dru­ckend zeig­te sich die bro­deln­de Son­ne mit ihren gewal­ti­gen Mate­ri­al­aus­brü­chen. Nach jah­re­lan­gem Flug erreich­ten sie dann die son­nen­fer­nen Pla­ne­ten Jupi­ter, Saturn, Ura­nus und Nep­tun. Ganz schön eisig kalt war es hier!

Auf den Rück­flug zur Erde zeig­te sich auch der Pla­net Mars von sei­ner sehr unfreund­li­chen stür­mi­schen Sei­te. Da war es doch auf dem Mond schon viel ange­neh­mer. Nach ihrer Lan­dung auf der Erde waren sich alle Rei­sen­de einig, dass ande­re Pla­ne­ten zwar sehr span­nen­de Wel­ten sind, aber ganz anders als die lebens­freund­li­che Erde auf der es von Lebe­we­sen nur so wim­melt.

Luna und Felix ver­ab­schie­de­ten sich und wünsch­ten den Kin­dern, dass auf unse­rer wun­der­schö­nen Erde alle Men­schen bald fried­lich mit­ein­an­der leben kön­nen –  egal in wel­chem Land und mit wel­chem reli­giö­sen Glau­ben.

Gast­ge­ber und Spon­sor war das Pla­ne­ta­ri­um am Insu­la­ner in Ber­lin.

Eine zweite bedeutende Wirkung unserer gemeinsamen Ausflüge

Unter den 15 Mäd­chen gibt es Kur­din­nen, Ara­be­rin­nen, Mus­li­me, und Jesi­din­nen,  gibt ist Schii­ten und Sun­ni­ten. Es wer­den drei Spra­chen gespro­chen.

Zum Anfang unse­rer Arbeit in der Rusche­stra­ße waren die Span­nun­gen zwi­schen den Kin­dern der unter­schied­li­chen eth­ni­schen, sprach­li­chen und reli­giö­sen Grup­pen extrem stark. Zwi­schen­zeit­lich haben sich die Mäd­chen ange­freun­det und Glau­bens­rich­tung und Her­kunft sind viel weni­ger wich­tig gewor­den. Auch spre­chen sie immer häu­fi­ger Deutsch unter­ein­an­der.

Besuch im Deutschen Bundestag

Für den 31. August 2016 hat­te Rena­te Grand­ke, Vor­stands­mit­glied des För­der­ver­ein Lie­ber­Le­sen­För­dern e.V., für die Mäd­chen einen Besuch im Deut­schen Bun­des­tag arran­giert. Eine geschul­te Füh­re­rin begrüß­te die Kin­der und über­gab ihnen kind­ge­rech­tes Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al. Sie gab eine kur­ze Ein­füh­rung in die Geschich­te des Reichs­tags und erklär­te die Zusam­men­set­zung  und die Auf­ga­ben des Par­la­ments.

Kin­der konn­ten dann auf  der Zuschau­er­tri­bü­ne des Ple­nar­saals konn­ten kurz Platz neh­men und lausch­ten inter­es­siert  wei­te­ren Erklä­run­gen. Zum Abschluss wur­de die Glas­kup­pel und die schö­ne Dach­ter­ras­se besich­tigt und die Kin­der bewun­der­ten den wun­der­schö­nen Aus­blick über Ber­lin.

Bei jedem Aus­flug gibt es immer wie­der viel zu sehen: die Schau­fens­ter, die Mode­ge­schäf­te, die immer wie­der fas­zi­nie­ren­den Roll­trep­pen, die sani­tä­ren Ein­rich­tun­gen, die Klei­der der Frau­en und auch die zärt­li­chen Lie­bes­paa­re. Für uns Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten, doch für die Kin­der wich­tig für ihre Inte­gra­ti­on  und für ihren Weg in eine bes­se­re Zukunft.

Empfang in der österreichischen Botschaft

Die Lions Inter­na­tio­nal orga­ni­sier­ten für unse­re  Mäd­chen einen Emp­fang in der Öster­rei­chi­schen Bot­schaft. Am 17. August 2016 tra­ten die Kin­der die Fahrt von Lich­ten­berg nach Mit­te an. Von der Assis­ten­tin der Pres­se­ab­tei­lung wur­den sie freund­lich emp­fan­gen. Regi­na Tschann rich­te­te Grü­ße vom Bot­schaf­ter aus, der lei­der ver­hin­dert war. Sie über­gab jedem Kind einen wun­der­schö­nen Bild­band mit Fotos aus Öster­reich und erklär­ten ihnen kurz die Auf­ga­ben und die Tätig­kei­ten eines Bot­schaf­ters und  die High­lights, die ihr Land berühmt machen: Die hohen Ber­ge, das Ski­fah­ren, die vie­len schmack­haf­ten Tor­ten und die fei­nen Kaf­fee­sor­ten.

Anschlie­ßend wur­den die Kin­der durch die Emp­fangs­räu­me geführt und bestaun­ten die schö­nen Möbel, die dicken Tep­pi­che, die Bil­der von Kai­ser­kin­dern und das fei­ne Por­zel­lan. Zum Abschluss gab es dann die fei­nen  Kuchen und Tor­ten. In kür­zes­ter Zeit war das Buf­fet geleert.

Glück­lich ver­lie­ßen  die Kin­der nach zwei Stun­den die Bot­schaft. Wie­der hat­te sie viel Neu­es über das Leben in einer für sie noch immer sehr frem­den Welt erfah­ren.